Ziele des FZCS
Positionspapiere der Verbände
Postionspapier des Apothekenverbandes des Kantons Zürich
Positionspapier des Apothekennetzes der Stadt Zürich
Positionspapier von PharmaSuisse
Positionspapier der FMH
Positionspapier des FZCS
Geschichte Cannabis Pflanze
Kurzüberblick über die Geschichte von Cannabis mit Angaben der Entwicklung in der Schweiz
Entwicklung der Verwendung von Cannabis
16. Jahrhundert v, Chr. Papyrus Ebers: Anweisung «für den Zehennagel» (Harz)
2. und 3. Jhd. n. Chr. Klassische chinesische Medizin: Harz der Blüten gegen Beriberi, Verstopfung, Frauenkrankheiten, Gicht, Malaria, Rheumatismus, Geistesabwesenheit.
5 Jhd. n. Chr. Antike Medizin (de materia medica); Galenos: Hanfpflanze hat eine wärmende und austrocknende Wirkung (Humoralpathologie).
9. Jahrhundert Antike und islamische Medizin, Verwendung vor allem der Samen, gegen Wurmbefall.
10. Jahrhundert Islamische Medizin, Verwendung der ganzen Pflanze. Einsatz gegen Schmerzen, vor allem Augen- und Nervenschmerzen.
11. Jahrhundert Klostermedizin, Verwendung als Ersatz von Opium.
Hildegard von Binningen: gegen Übelkeit und Magenschmerzen (ganze Pflanze).
1839 William O’Shaughnessy: Arzt in Kalkutta,
Beschreibung der Wirkung von Cannabis indica,
Anwendung gegen Rheuma, Cholera, Tetanus.
19. Jahrhundert Aufnahme der Pflanze in die Arzneibücher
Flos Cannabis, Extractum cannabis, Tinctura Cannabis.
Diverse Anwendungen, z.B. in Kombination mit Bromid als Schlafmittel.
20. Jahrhundert Verdrängung durch neue synthetische, besser dosierbare Arzneimittel.
1925 Verbot von Cannabis durch die zweite internationale Opiumkonferenz des Völkerbundes. Begründung nicht nachweisbarer medizinischer Nutzen, bei gleichzeitigen psychotropen Nebenwirkungen.
1920 – 1933 In der USA Prohibition, Cannabis wird als Alkohol-Ersatz verwendet.
1944 USA: La-Guardia-Report: Keine Bestätigung der negativen Auswirkungen von Cannabis. Folge: das Federal Bureau of Narcotics verbietet Forschungen zu Cannabis
1961 Einheitsabkommen über Betäubungsmittel der WHO.
1964 Raphael Mechoulam: Isolierung und Identifizierung von THC
1965 – 1975 Vietnam Krieg der USA. Bis 50% der Soldaten konsumieren regelmässig Cannabis
1969 In den USA: Operation Intercept – Massnahmen gegen Cannabis
15. – 17. August 1969 Woodstock Festival, Hippie-Bewegung, Cannabis Konsum spielt eine wichtige Rolle
Ca. 1975 Cannabis wird in der Schweiz aus der Pharmacopoea Helvetica entfernt; im Betäubungsmittelgesetz der Schweiz als verbotene Substanz bezeichnet.
1971 Präsident Nixen beginnt «War of Drugs».
1988 Entdeckung des Endocanabinoid Systems
Ab 1990 Langsames Umdenken zur Schädlichkeit von Cannabis
1990 In den USA erstes Patent eines Cannabinoids für die medizinische Behandlung
2010 Cannabis Produkte mit einem Gehalt unter 1% THC werden als Lebensmittel bezeichnet und sind frei handelbar.
2018 Erstes registriertes Medikament auf THC-Basis (Sativex)
2019 Flos Cannabis wieder in der PhH 11, Suppl.. 3.
2019 Neue Medikamente auf Cannabis Basis Sept.
2019 Todesfälle in den USA bei Verwendung von E-Zigaretten mit Cannabinoid Liquids
25.09.2020 Einreichen der Motion Siegenthaler: Entkriminalisierung von Cannabis Konsum.
18.03.2021 Postulat Minder: Neue Cannabis-Regulierung
Dezember 2021 Cannabidiol (CBD) in Lebensmitteln und Lebereffekte (EDI: CBD gesundheitsschädlich)
März 2022 Durch Verfügung der Kantonschemiker müssen Cannabis-Produkte, die weniger als 1% THC enthalten und nicht dem Betäubungsmittelgesetz unterstehen, ungeniessbar (vergällt) gemacht werden.
1. August 2022 Der Bundesrat erleichtert die Verschreibung von Medizinal-Cannabis, indem das aufwendige Bewilligungsverfahren aufgehoben wird.
Oktober 2022 Inkrafttreten der PhH 12. Cannabis ist nicht mehr aufgeführt, allerdings gelten die Angaben der PhEur., die detailliertere Angaben macht.
November 2022 Die Kantonsapotheker-Vereinigung verabschiedet ein Positionspapier, das die Magistral- Rezeptur für die Apotheken regelt.
29.08.2025 Vernehmlassungseröffnung zum neuen Cannabisprodukte-Gesetz (CanPG)
01.12.2025 Ende Vernehmlassungsfrist für das CanPG
04.02.2026 Stellungnahmen können eingesehen werden.
März 2026 Die europäische Chemikalienagentur ECHA stuft CBD und Octocrylen als fortpflanzungsschädlich ein. Die
Konsequenzen sind noch nicht voraussehbar.
Darstellung: Albert Ganz, September 2019/Februar 2023/April 2026
